Krim

Schwarzes Meer

Krim ist einer der wenigen Begriffe, die man als Ausländer mit der Ukraine assoziiert. Wenn man jemanden fragt, was er über die Ukraine weiß, werden nur drei bis vier Wörter genannt: Kiew, die Krim, Tschernobyl und die Klitschkos. Die Reihenfolge kann sich sicherlich unterscheiden, die Krim ist jedoch fast immer auf der Liste. Warum ist sie denn so bekannt? Das versuchen wir rauszufinden.

Die Krim ist eine Halbinsel, die heutzutage als Autonome Republik ein Teil der Ukraine ist. Die Krimküste wird von zwei Meeren bespült – dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer. Die Südküste liegt in der subtropischen Klimazone, was die Krim zu Sowjetzeiten zu einem der beliebtesten Kur- und Erholungsorte machte. Heutzutage genießt die Krim immer noch eine Touristenströmung aus Russland, Weißrussland und der Ukraine. Besucht wird Sie auch von Ausländern. Die Halbinsel als Erholungsort hat in der letzten Zeit etwas an der Popularität verloren. Viele Leute fliegen lieber in die Türkei, weil die Erholungskosten ungefähr vergleichbar sind, der Service ist aber auf der Krim um einiges dahinter. Die Situation scheint sich zu verbessern, leider aber in einem sehr bescheidenen Tempo.

Wahrzeichen der Krim – Schloss Schwalbennest (Lastotschkino Gnjesdo)

Für die Touristen gibt es mehrere Anreisemöglichkeiten: über Luft, Land und See. Die Hauptstadt der Krim, Simferopol hat eine sehr gute Vernetzung und Empfängt Züge aus mehreren Regionen der Ukraine, sowie aus Russland und Weißrussland. In Simferopol gibt es auch einen Flughafen, der hauptsächlich inländische, aber auch einige internationale Flüge ermöglicht. Sehr viele Orte, wie die Südküste beispielsweise, sind nur und ausschließlich mit dem Bus anzureisen. In einigen Städten, wie Sewastopol oder Jalta, legen Fähren und Kreuzfahrtschiffe an. Wenn Sie sich schon für die Krim entschieden haben, müssen Sie auch wissen, dass die Mietpreise sehr saisonabhängig sind. Im Mai und Oktober können Sie ein Zimmer im schönen Hotel für lächerliche 20 EUR bekommen,  zur Hochsaison bekommen Sie für dieses Geld vielleicht nur eine bescheidene Mietwohnung ziemlich weit vom Strand entfernt. Die Hotelkosten werden zu dieser Zeit erst ab 30-40 EUR starten. Viele Restaurants und Kneipen, besonders in Erholungsorten, machen erst im Mai oder sogar Juni auf. Also, wenn Sie außerhalb dieser Zeiten die Krim besuchen, sehen Sie, welche Cafés von der heimischen Bevölkerung besucht werden, diese sind ganzjährig  geöffnet. Sehr vieles auf der Krim wird von Ihrem Verhandlungsgeschick abhängen, sei es Unterkunft, Einkaufen oder Taxi. In vielen Fällen kann man den Preis wesentlich runterhandeln. Das Nachtleben außerhalb der Saisonzeit glimmt nur in größeren Städten wie Sewastopol, Simferopol, Jalta und Aluschta. Die Stranddiscos und -clubs machen erst ab Ende Mai auf. Das müssen Sie jedenfalls in Kauf nehmen, wenn Sie die nächtliche Unterhaltung unbedingt ins Programm nehmen wollen.

Genueser Festung in Sudak

Außer Strand, Sonne und Meer bietet die Krim eine ganze Reihe von einmaligen sehenswerten Orten, die auch ein verwöhntes touristisches Auge erfreuen und verwundern können. Es gibt mehrere Sehenswürdigkeiten, die von wesentlicher Bedeutung nicht nur für die ukrainische, sondern auch für die Weltgeschichte sind. Selbst die Krimbewohner gestehen, dass sie nicht alles gesehen haben. Deswegen lohnt sich eine Reise auf die Krim eindeutig. Wenn Sie sich aber bei einer Reiseagentur melden, werden Ihnen nur touristisch typische Orte und Sehenswürdigkeiten gezeigt. Empfehlenswert ist allerdings eine individuelle Tour mit einem Guide, der Ihnen neben dem Khan-Palast in Bachtschisaraj, dem Palast in Liwadia und dem Woronzow-Palast in Alupka auch die russische Schwarzmeer-Flotte in Sewastopol, den Markt in Jalta, die von den krimschen Tataren eingegriffenen Landflächen, die zum großen Teil nun als „Gespenst“-Dörfer leer stehen,  sowie die uralten Höhlenstädte Mangup-Kale und Tschufut-Kale zeigt.